Es ist schon faszinierend, wie offen manche Menschen mit einer Erkrankung umgehen. Und es mag diesen Menschen damit auch gut gehen; jedenfalls wünsche ich Ihnen das. Meine Beobachtung aber ist, dass trotz aller Lippenbekenntnisse, wenn sich mal wieder jemand vor einen Zug geworfen hat, unsere Gesellschaft nicht wirklich so weit ist, mit stark einschränkenden Erkrankungen wenigstens neutral umzugehen. Gut, wir haben die Zeiten überwunden, in denen die Volksseele angesichts eines Behinderten nach Euthanasie kräht, aber Verständnis gibt es eher selten. Das Spektrum reicht von Ekel bis Mitleid, von aus dem Weg gehen bis betüddeln. Einen normalen Umgang gibt es kaum.
Ich habe mich deshalb entschieden, anonym zu schreiben. Deshalb und weil es sein kann, dass meine Gedanken zu manchen Themen oder Alltagssituationen die Menschen in meinem Umfeld bekümmern oder beleidigen oder bloßstellen könnte. Auch wenn manch eine(r) das verdienen würde ;-), liegt mir das nicht.
Mein Name ist, sagen wir mal, Susi Sorglos. Ich spreche zwar nicht mit meinem Föhn, aber oft mit mir selbst. Besser, ich schreibe meinen inneren Dialog auf, sonst wird er noch pathologisch. Ist ja auch nicht gesund. Ich bin Baujahr ’67 und Waage, zum Zeitpunkt, da dieser Blog startet, also 48 Jahre alt. Ich stehe in Lohn und Brot bei einer (großen) mittelständischen IT-Firma in Nürnberg.
Du erreichst mich in wichtigen Angelegenheiten unter der E-Mail-Adresse
susisorglos@depressiv-in-nürnberg.de.
Letzte Kommentare
Steffen Hänert
"Hallo Susi Sorglos, habe alle Ihre Zeilen gelesen, ja auch mir ging ..."
Freja
"Liebe Susi, welch eine Ironie. Da stieß ich auf deinen Blog, als ich gerade ..."